Region
AT311 Innviertel
|
AT323 Salzburg und Umgebung
Branche
Die Rote Elektrische

SPÖ aus der „U-Bahn-Blase“ befreien

10. Juli 2022, 10:00 Uhr von Richard Fuchs

Die SPÖ war in der selbstgestrickten „U-Bahn-Blase“ gefangen und entlarvte sich als Gegner eines ÖPNV-Konzeptes im Zentralraum Salzburg. Es stellt sich die Frage, wie kommt die SPÖ aus der selbst verursachten „U-Bahn-Falle“ wieder heraus?

Austria-In-Motion
Projekt RSB
Club SKGLB
Verkehrsforum BGL & RW
ProBahn Inn-Salzach
Kundenbeirat Südostbayernbahn
Fahrgast
In-Motion
Umwelt
Kontrovers

VDV TramTrain Typenskizze - Visualisierung

PRESSE-INFORMATION & Offener Brief

Nach dem Ableben des SPÖ-Urgesteins und überzeugten Eisenbahners Walter Androschin 2013 entwickelte sich die SPÖ unter Bürgermeister Heinz Schaden von der früheren Eisenbahner-Partei zur Partei der Autofreaks. Zuerst entwickelte sich die Salzburg AG, durch das Rausekeln des Verkehrsbetriebe-Direktors Mackinger 2014, vom ursprünglichen Vorzeigebetrieb zum fahrgastfeindlichen Problembetrieb. Schon damals wurde begonnen, mittels der „Killerphrase U-Bahn“ das Projekt der Lokalbahnverlängerung zu diskreditieren. Um dieses Projekt, vermeintlich „endgültig“, aus der Diskussion zu verdrängen, wurde der fanatische Zahlenakrobat Rehberg beauftragt, die Idee „Lokalbahnverlängerung“ mit der argumentativen Totschlagkeule „kürzeste U-Bahn der Welt“ in der Diskussion auszuradieren. Das ging gründlich in die Hosen, weil die künstlichen Zahlenkonstruktionen leicht zu widerlegen waren. Neben anderen ÖPNV-feindlichen Aktionen war dieses „Lokalbahn- und Obus-Bashing“ der Grund, dass bei der Nachfolge von Schaden, Gemeinderatswahl 2019, die SPÖ den Bürgermeistersessel verlor. Schaden hat die Partei in eine Sackgasse manövriert!

Was ist der S-Link? Bild- und Texttafeln

„Du darfst nicht zweimal den gleichen Fehler machen. Beim zweiten Mal ist es nämlich kein Fehler mehr, sondern eine Entscheidung!“ Diesen Spruch sollte sich die SPÖ ins Stammbuch schreiben. Sie ist nämlich in der selbstgebauten „U-Bahn-Blase“ gefangen, weil sie mit diesem falschen Begriff sich selbst argumentativ gefangen hält. Nur so ist erklärbar, dass die SPÖ am 6. Juli 2022 sich in einer beratungsresistenten Gegnerschaft gegen den sog. „S-Link“ verrannt hat. Obwohl immer wieder behauptet wurde, die SPÖ sei „… eh für den S-Link …“ aber nur nach Hallein, wurde das gesamte Projekt abgelehnt. Na no na, genau das sieht das Projekt S-Link bis Hallein ja vor. Dazu wurde ein 31-Fragen-Papier von der SPÖ von der Planungsgesellschaft Regionalstadtbahn und vom Verein „Die Rote Elektrische“ klar beantwortet, aber die Antworten ganz offensichtlich von niemand in der Partei gelesen.

Nur so ist es erklärbar, dass sich die SPÖ im Gemeinderat der Stadt und im Landtag emotionsgeladen und faktenbefreit gegen das Projekt „S-Link“ entschieden hat. Die Argumentation „… eh für den S-Link …“ war allerdings in der selbstgestrickten „U-Bahn-Blase“ gefangen und entlarvte die SPÖ als Gegner eines allumfassenden ÖPNV-Konzeptes im Zentralraum Salzburg. Bürgermeister Preuner wollte einen vorgezogenen Bürgermeister-Wahlkampf erkannt haben, was vermutlich ein Teil der Wahrheit ist. Aus den oben genannten Gründen „… zweimal den gleichen Fehler …“, stellt sich nun die SPÖ als in der Sache überfordert dar. Polemisches Parteien-Hickhack oder faktenbefreites Wahlkampf-Geplänkel hat in so einer wichtigen Entscheidung, wie dem „S-Link“, nichts verloren.

Was ist der S-Link? Eine leichte Antwort: Die unterirdische Lokalbahn durch die Welterbestadt Salzburg Visualisierung der ersten Station der Verlängerung "Mirabellplatz" Warum brauchen wir den S-Link? Ganz einfach, weil es zuviele Autos in der Stadt gibt!

Nun stellt sich die Frage “… wie kommt die SPÖ aus der selbst gestalteten Sackgasse der U-Bahn-Falle …“ wieder heraus? Im Sinne der konstruktiven Entwicklung des S-Link, nach den Fehlentscheidungen im Gemeinderat und im Landtag am 6.7.2022, sollte nun ein Schnitt gemacht werden und jetzt mit allen Politikern gemeinsam an der Realisierung des S-Link gearbeitet werden. Nur so kann sich die SPÖ aus ihrer selbst gestellten Falle „U-Bahn-Blase“ befreien und sich wieder konstruktiv und sachlich in die Fachdiskussion einklinken!

Erst zögerlich durch die Salzburg AG werden bei den Salzburger Lokalbahnen Modernisierungen vorgenommen Aufschrift Revisionsfrist weit über 8 Jahre abgelaufen, kein Einzelfall bei der Salzburg AG Obus 5 Richtung Grödig, IMC-Obus 403 beim Durchfahren des Overheads in der Nähe des Höglwörthweges.

Nach dem Abgang des glücklosen bahnfeindlichen Salzburg AG-Vorstandes Schitter sollte endlich wieder der frühere Verkehrsdirektor Mackinger zurückgeholt werden, um den Scherbenhaufen der letzten neun Jahre, bei Lokalbahn und Obus, abzuarbeiten bzw. aufzuräumen.

Bei Lokalbahn und Obus müssen endlich wieder geordnete Verhältnisse geschaffen werden!

Visualisierung S-Link-Station Zentrum/Mozartsteg mit Stadtbahnstation Karlsruhe Marktplatz/Pyramide und Bombardier Flexity Swift AVG

VDV-TramTrain Visualisierung Regionalstadtbahn Salzburg

TramTrainZug S-Link_alle Lackierungen