Buslinie 150 gelangt an Grenzen: „Manchmal ist es gestopft voll“
Die am stärksten genutzte Buslinie in Salzburg soll weiter verstärkt werden. Pendlerinnen und Pendler aus dem Flachgau können aufatmen.
Leserbrief von Dr. Katrin Elborgh & DI Reinhard Woytek
Wie bereits in den vergangenen Jahren platzen die Busse der Linie 150 auch heuer aus allen Nähten: Einen der knappen Stehplätze zu ergattern, ist ein Privileg gegenüber denjenigen, die wegen regelmäßiger Überfüllung der Busse an den Haltestellen stehengelassen werden. Verschärft wird die tagtägliche Misere durch die absehbar fehlgeleitete Preisstruktur des Salzburger Verkehrsverbundes, der zufolge Touristinnen und Touristen die symbolische Mobilitätsabgabe von 50 Cent pro Tag zahlen, während die Salzburgerinnen und Salzburger – ebenso wie andere Reisende, die nicht in Hotels übernachten – bspw. mehr als 12 Euro für eine Fahrt von Salzburg nach Bad Ischl berappen. Diejenigen einheimischen Reisenden, die keine Verwendung für ein Klimaticket haben, werden mit überteuerten Einzeltickets zur Subventionierung des Tourismus gezwungen.
Die extreme Belastung der Buslinie 150 ist bereits seit Jahren bekannt und wurde sehenden Auges verschärft, indem die touristische Nachfrage erhöht und das Angebot weitgehend beibehalten wurde. Auch Taktverdichtungen sowie die Verstärkerbusse der Linie 150X entschärfen die unzumutbaren Zustände nur unwesentlich. Im kommenden Jahr jährt sich die Stilllegung der Ischlerbahn zum 70. Mal: Unter dieser eklatanten Fehlentscheidung und dem Fehlen einer modernen, leistungsfähigen Bahnverbindung zwischen der Stadt Salzburg und dem Salzkammergut leiden wir heute mehr denn je.
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Der „CLUB SALZKAMMERGUT-LOKALBAHN“ (SKGLB) setzt sich seit 25 Jahren als gemeinnütziger Verein für den Wiederaufbau der modernen Ischlerbahn ein.